Buch: Revolution als Prozess

Revolution als Prozess

Selbstorganisierung und Partizipation in Venezuela

Dieses Buch enthält Recherchen des Projekts MovimentoR – politische Strategien gegen den Neoliberalismus – in Venezuela. Es schärft den Blick auf den dortigen, für die europäische Linke ebenso faszinierenden wie eigenwilligen Transformationsprozess.

Im Dezember 2006 wurde Hugo Chávez mit großer Mehrheit als venezolanischer Staatspräsident wiedergewählt. Gleich danach kündigte er den Aufbau des Sozialismus in Venezuela an und bestätigte damit seine Rolle als Sonderling auf der internationalen politischen Bühne. Über kaum ein anderes Land wird seitdem kontroverser diskutiert. Auch innerhalb der Linken gehen die Ansichten auseinander. Die Rede ist von Populismus und fehlender Nachhaltigkeit, und immer wieder wird auf den angeblich autoritären Charakter dieses Transformationsprozesses hingewiesen.

Die Gruppe MovimentoR hat einen Austausch mit verschiedenen Akteuren des venezolanischen Umbruchs begonnen. Sie untersuchte Bereiche, in denen ein Umbau begonnen wurde, und führte Gespräche mit AktivistInnen vor Ort. Im Mittelpunkt ihres Interesses steht das Verhältnis von Basis­bewegungen und Regierungsinitiativen: Welchen Einfluss hat die Bevölkerung auf die Neugestaltung ihres Wohnumfeldes, der Arbeitswelt oder des Bildungssystems? Wie demokratisch ist der bolivarianische Prozess?

Andrej Holm (Hrsg.): Revolution als Prozess. Selbstorganisierung und Partizipation in Venezuela (Gruppe MovimentoR), Hamburg: VSA, 2007, 172 Seiten, EUR 10.80 / sFr 19.60, ISBN 978-3-89965-259-8

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